Kulturelle Teilhabe im digitalen Zeitalter

Museen und Kulturinstitutionen stehen vor der Herausforderung, immer vielfältigere Zielgruppen anzusprechen. Gleichzeitig verändern digitale Medien die Vermittlung von Wissen, Geschichte und Kultur grundlegend.

Webseiten, Apps, Medienguides, Medienstationen und digitale Vermittlungsangebote eröffnen neue Möglichkeiten. Doch neue Technologien schaffen nicht automatisch Zugänglichkeit. Wirkliche Teilhabe entsteht dort, wo Menschen mit und ohne Behinderung frühzeitig einbezogen und Angebote gemeinsam entwickelt werden.

Deshalb verstehen wir inklusive Vermittlung, inklusives Design und digitale Barrierefreiheit nicht als einzelne Maßnahmen, sondern als kontinuierlichen Entwicklungsprozess.

Foto: Mehrere Personen sitzen an langen Tischen in einem hellen Seminarraum und schreiben auf farbige Moderationskarten. Auf den Tischen stehen Notizbücher, Laptops, Smartphones, Wasserflaschen, Kaffeetassen und Gläser. Im Hintergrund arbeiten weitere Kleingruppen an eigenen Tischen. An der Wand ist eine projizierte Präsentationsfolie mit einer Aufgabenstellung und einem Raster aus türkisfarbenen Feldern zu sehen. Die Teilnehmenden konzentrieren sich auf eine gemeinsame Arbeitsphase während einer Fortbildung oder eines Workshops.

Gemeinsam Zugänge entwickeln

Wir begleiten Museen und Kulturinstitutionen als Co-Pilot auf ihrem Weg zu mehr Teilhabe, Zugänglichkeit und Inklusion. Gemeinsam analysieren wir Zielgruppen, identifizieren Barrieren und entwickeln Angebote, die möglichst viele Menschen erreichen.

Uns ist wichtig, Menschen von Anfang an einzubeziehen. Denn die besten Lösungen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Ob Ausstellung, Medienguide, Medienstation, Webseite oder App: Wir entwickeln Angebote gemeinsam mit den Menschen, die sie später nutzen.

Dabei folgen wir einem einfachen Prinzip: verstehen, entwickeln, erproben und verstetigen. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleiten wir Sie bei der Entwicklung inklusiver und zugänglicher Kulturangebote.

Inklusive Vermittlung

Kulturelle Inhalte verständlich, zugänglich und zielgruppenorientiert gestalten.

Digitale Barrierefreiheit

Webseiten, Apps und digitale Angebote entwickeln, die möglichst vielen Menschen offenstehen.

Universal Design

Angebote gemeinsam mit den späteren Nutzer*innen entwickeln und erproben.

Partizipation

Menschen aktiv in Prozesse z. B. durch Workshops oder User-Tests einbeziehen.

Kulturelle Teilhabe

Neue Zugänge zu Kultur, Geschichte und Bildung über z. B. Medienguides, Medienstation uvm. schaffen.

Prozessbegleitung

Kulturprojekte von der ersten Idee bis zur nachhaltigen Umsetzung begleiten.

Typische Themen aus unserer Praxis

  • Konzeption und Entwicklung von Ausstellungen

  • Design und Konzeption von Medienguides und Medienstationen

  • Design und Gestaltung von Webseiten und Apps für Museen

  • Vernetzung mit Expert*innen in eigener Sache

  • Partizipative Entwicklungsprozesse

  • Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache

  • Digitale Barrierefreiheit und Inklsuion im Museum

  • Nutzer*innen-Tests mit heterogenen Zielgruppen

Portraitfoto einer Frau mit braunen, kinnlangen Haaren in einem dunklen Blazer vor einem unscharfen Hintergrund mit einem Dinosaurier-Modell und blauer Himmelsszene.

Gemeinsam mit Erdmännchen&Bär haben wir ein Ausstellungselement für unsere Dauerausstellung entwickelt.

Begleitet von Felix‘ Coaching setzten wir einen Prototyp um und führten strukturiert inklusive und partizipative Fokusgruppen- sowie Usertests durch. Die Beratung war dabei stets sehr professionell und passte sich flexibel an alle Gegebenheiten sowie unsere Wünsche an. Schrittweise entstand so ein interaktives und barrierearmes Ausstellungselement, das für viele Menschen zugänglich ist.

Die Zusammenarbeit mit Felix Bastam war für unser Museumsteam äußerst wertvoll und wir empfehlen ihn wärmstens weiter.

Porträt: Giulia Worf

Wir haben mit Erdmännchen&Bär im Zuge der inklusiven Umgestaltung einer unserer Dauerausstellungen zusammengearbeitet. Die verschiedenen Sitzungen (Online und vor Ort) haben dem Team geholfen, das Projekt zu strukturieren und durch zusammen erarbeitete Strategien die Ziele des partizipativen Projekts erfolgreich zu erreichen. Die Berater hatten für alle Fragen immer ein offenes Ohr und gaben wichtige Impulse zur Zusammenarbeit mit den Fokusgruppen.

Auch bei der inklusiven Gestaltung unserer digitalen Angebote waren Erdmännchen&Bär wichtige Ansprechpartner für uns.

Wir können die Zusammenarbeit wärmstens empfehlen.

(Foto © rem, Maria Schumann)

So entstehen neue Zugänge

Einblicke in Veränderungsprozesse, Projektentwicklung und kultureller Teilhabe in der Praxis.

Foto: Mehrere Arbeitsgruppen sitzen an Tischen in einem hellen Seminarraum und diskutieren gemeinsam. Auf den Tischen liegen Notizkarten, Laptops, Getränke und Arbeitsmaterialien. An der Wand ist eine Präsentationsfolie mit der Überschrift „Aufgabe 02: Vernetzung“ zu sehen. Die Teilnehmenden arbeiten in kleinen Gruppen und sprechen über mögliche Netzwerkpartner, Erfahrungen und Austauschmöglichkeiten.

offen für… Digitale Barrierefreiheit

Im Programm „Offen für… Digitale Barrierefreiheit in Museen“ der MFG Baden-Württemberg begleiteten wir Museen dabei, neue digitale Zugänge für Menschen mit und ohne Behinderung zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen inklusive Design-Thinking-Workshops sowie die partizipative Entwicklung digitaler Angebote. Gemeinsam mit der Kunsthalle Karlsruhe entstand ein digitaler Guide in Leichter Sprache. Für das Storchenturm-Museum in Zell wurde eine virtuelle 360-Grad-Führung entwickelt, die einen alternativen Zugang zu einem baulich nicht barrierefreien Museum ermöglicht.

Mehr zum Programm: Webseite des Projektes

Foto: Interaktive Medienstation in einem Museum. Die Station ist in ein schwarzes Gehäuse mit auffälligem magentafarbenem Rahmen eingebaut. Auf dem Bildschirm können Besucherinnen und Besucher zwischen Deutsch, Englisch, Leichter Sprache und DGS wählen. Im Hintergrund sind weitere Ausstellungsbereiche mit Vitrinen, Fossilien und Informationsgrafiken zu sehen. Vor der Station befinden sich taktile Elemente und Kopfhörer für die individuelle Nutzung.

Naturkundemuseum Stuttgart

Für die Dauerausstellung des Naturkundemuseums Stuttgart begleiteten wir die Entwicklung inklusiver Medienstationen. Gemeinsam wurden Zielgruppen frühzeitig einbezogen, Nutzungssituationen betrachtet und barrierearme digitale Zugänge innerhalb der Ausstellung entwickelt. So entstanden Vermittlungsangebote, die unterschiedliche Menschen ansprechen und Inhalte auf mehreren Wegen zugänglich machen.

Mehr Informationen: Webseite Science Hub

Foto: Vier Personen stehen um einen Ausstellungstisch und betrachten historische Gegenstände. Drei Männer davon sind blind. Auf dem Tisch liegt auch ein Blindenstock. Ein älterer Mann in gelbem T-Shirt hält ein großes hölzernes Objekt in den Händen und zeigt es den anderen. Auf dem Tisch liegen verschiedene Werkzeuge, Ketten, Messer sowie eine geschnitzte Tierfigur. Die Teilnehmenden beobachten das Objekt aufmerksam und tauschen sich darüber aus.

Fleischermuseum Böblingen

Für das Fleischermuseum Böblingen begleiteten wir die Entwicklung des Vermittlungsangebots „Führen zum Anfassen“. Gemeinsam entstanden neue Zugänge zur Ausstellung, die verschiedene Sinne einbeziehen und Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen eine aktive Teilhabe ermöglichen. Ergänzend wurde eine Führung in Leichter Sprache entwickelt. Das Projekt zeigt, wie Museen bereits mit einfachen Mitteln und einer konsequenten Ausrichtung auf die Besucher*innen inklusiver werden können.

Jedes Museum hat andere Herausforderungen

Ob neue Ausstellung, Medienguide, Webseite oder App: Jede Einrichtung bringt eigene Ziele, Zielgruppen und Rahmenbedingungen mit.

Gemeinsam entwickeln wir Ansätze, die zu Ihrer Institution passen und kulturelle Teilhabe nachhaltig stärken. Von ersten Ideen über Nutzer*innen-Tests bis zur Umsetzung begleiten wir Sie auf dem Weg zu inklusiven und zugänglichen Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderung.

E-Mail: info@erdundbaer.de

Von der Idee bis zur Umsetzung

Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln und realisieren wir auch Webseiten, Apps, Medienguides, Medienstationen, Leichte Sprache, digitale Lernangebote sowie partizipative Entwicklungsprozesse.

So entstehen Lösungen, die nicht nur geplant, sondern auch erfolgreich umgesetzt werden.

Foto: Eine Gruppe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sitzt auf zwei Holz­bänken vor einem historischen Kaufhaus mit beigen Außenwänden und roten Fensterläden. Vor dem Eingang steht eine Person und spricht zur Gruppe. Links sitzt eine weitere Person an einem kleinen Tisch mit Laptop. Ein Rollator steht im Vordergrund. Im Hintergrund führt ein Weg durch eine grüne Landschaft mit Bäumen und Fachwerkhäusern.

Das sagen unsere Kund*innen

Porträt: Julia Büchele

Wir haben mit Erdmännchen&Bär bei der Analyse zur Barrierearmut und Erweiterung unserer Website um eine Seite für Leichte Sprache sowie Gebärdensprache in Deutsch und Englisch zusammengearbeitet.

Wir sind mit der Arbeitsweise insgesamt, der Umsetzung und dem Ergebnis der Leichten-Sprache-Seiten sowie der Erstellung der Gebärdenvideos sehr zufrieden. Die Erweiterung für Leichte Sprache/Gebärdensprache fügt sich wunderbar in unseren bestehenden Webauftritt ein und hebt sich von den Seiten anderer durch ihre aufwendige Gestaltung ab.

Wir können die Erdmännchen&Bär GmbH uneingeschränkt empfehlen.

Porträt: Dr. Tanja Kreutzer

Erdmännchen&Bär haben uns während des partizipativen Prozesses zur inklusiven Ausgestaltung einer neuen Dauerausstellung über weite Strecken der Projektphase hinweg beraten.

Wir haben in diversen, individuell zusammengesetzten Workshops von zahlreichen, gut angeleiteten Methoden nach dem Prinzip des „Design Thinking“ sehr profitiert. Der Austausch fand stets auf Augenhöhe statt und bot sowohl dem Museumsteam als auch den Partizipant/innen mit und ohne Behinderung viele gute Ansätze zur inhaltlichen und kommunikativen Weiterentwicklung.

(Foto © Ernst Fesseler)